Mit KI erstellt

Liebe Leserinnen und Leser,

morgens öffnest Du die Fuhrparksoftware und eigentlich ist alles da.

Kilometerstände wurden aktualisiert. Fahrzeuge haben Positionen übermittelt. Fahrten sind dokumentiert und Standzeiten lassen sich nachvollziehen. Je nach eingesetzter Technik kommen Verbrauchswerte oder technische Informationen hinzu.

An Daten fehlt es modernen Fuhrparks immer seltener.

Trotzdem wird eine überraschend große Menge davon im Alltag kaum genutzt.

Das zeigt auch das Fuhrpark- und Mobilitätsbarometer 2026 von Arval. In der deutschen Stichprobe gaben 33 Prozent der Unternehmen an, Telematiktools in ihren Pkw- oder leichten Nutzfahrzeugflotten einzusetzen. Lediglich 17 Prozent erklärten, die gewonnenen Daten aktiv zu nutzen.

Befragt wurden für die internationale Studie 10.157 Entscheider aus 33 Ländern zwischen August und November 2025. Aus Deutschland nahmen 300 Unternehmen teil.

Das Problem im Fuhrpark scheint damit zunehmend an einer anderen Stelle zu liegen.

Die Fahrzeuge liefern Informationen. Die entscheidende Frage ist, was danach passiert.

Mehr Daten bedeuten noch lange nicht mehr Überblick

Eine moderne Flottenplattform kann heute eine enorme Menge an Informationen bereitstellen.

Du kannst sehen, wie häufig ein Fahrzeug eingesetzt wurde oder wie viele Kilometer es zurückgelegt hat. Standzeiten lassen sich betrachten und Verbrauchsentwicklungen können über einen längeren Zeitraum verfolgt werden.

Hinzu kommen je nach Fahrzeug und System technische Informationen oder Daten, die bereits direkt über die werkseitige Konnektivität zur Verfügung stehen.

Auf den ersten Blick müsste ein Fuhrpark damit so gut steuerbar sein wie nie zuvor.

In der Praxis entsteht schnell das Gegenteil.

Je mehr Informationen vorhanden sind, desto wichtiger wird die Auswahl.

Wenn ein Fuhrparkverantwortlicher jeden Morgen zehn Dashboards öffnen und anschließend mehrere Reports vergleichen muss, hat Digitalisierung zwar Daten erzeugt. Die eigentliche Arbeit wurde aber nur an eine andere Stelle verschoben.

Ein guter Informationsstand zeichnet sich deshalb nicht dadurch aus, dass möglichst viel angezeigt wird.

Entscheidend ist, ob Du schnell erkennst, wo etwas vom normalen Betrieb abweicht.

Daten werden erst interessant, wenn daraus eine Handlung entsteht

Nehmen wir ein Fahrzeug, das normalerweise regelmäßig eingesetzt wird.

Die Software zeigt plötzlich deutlich mehr Standzeit als üblich.

Diese Information allein verändert noch nichts.

Vielleicht war das Fahrzeug als Reserve eingeplant. Möglicherweise wartet es seit Tagen auf eine Reparaturfreigabe oder der bisherige Einsatz ist weggefallen, ohne dass die Fahrzeugplanung angepasst wurde.

Erst der betriebliche Zusammenhang macht aus der Zahl eine Information, mit der Du arbeiten kannst.

Genau dasselbe gilt bei Laufleistung, Verbrauch oder Wartungsstatus.

Ein Kilometerstand ist zunächst nur ein Wert. Interessant wird er, wenn sich daraus erkennen lässt, dass ein Leasingfahrzeug wesentlich schneller Kilometer sammelt als ursprünglich eingeplant.

Beim Kraftstoffverbrauch entsteht Nutzen ebenfalls nicht dadurch, dass der Wert jeden Monat gespeichert wird. Relevant wird er, sobald eine ungewöhnliche Entwicklung sichtbar wird und jemand weiß, wie damit umzugehen ist.

Die technische Erfassung ist deshalb nur der Anfang.

Viele Fuhrparks sammeln für später

Das passiert erstaunlich schnell.

Daten werden gespeichert, weil sie irgendwann nützlich sein könnten. Reports werden eingerichtet und regelmäßig verschickt. Vielleicht landet montags eine automatische Auswertung im Postfach.

Ein paar Monate später existiert ein beeindruckendes Archiv.

Nur geöffnet wird es kaum noch.

Das muss nicht bedeuten, dass die Informationen wertlos sind. Häufig fehlt lediglich eine konkrete Verbindung zum Arbeitsalltag.

Für jeden regelmäßig erhobenen Wert lohnt sich deshalb eine einfache Überlegung.

Welche Entscheidung wird damit vorbereitet?

Wenn darauf keine vernünftige Antwort folgt, muss der Fuhrpark nicht zwingend auf den Datensatz verzichten. Er sollte ihm aber auch nicht dieselbe Aufmerksamkeit geben wie einer Information, die tatsächlich eine Handlung auslösen kann.

So wird aus Datenmenge langsam Priorität.

Der Fuhrpark braucht Abweichungen statt Zahlenkolonnen

Ein Verantwortlicher muss nicht jeden Kilometerstand jeden Morgen einzeln prüfen.

Viel hilfreicher wäre es, zu erkennen, welches Fahrzeug sich anders entwickelt als vorgesehen.

Das Prinzip lässt sich auf viele Bereiche übertragen.

Bei der Fahrzeugnutzung kann auffallen, dass ein Wagen seit Wochen deutlich weniger eingesetzt wird. Im Verbrauch zeigt sich möglicherweise eine Veränderung, die genauer betrachtet werden sollte. Eine Wartungsaufgabe nähert sich ihrem Termin und bei einem anderen Fahrzeug passt die Laufleistung inzwischen nicht mehr zur ursprünglichen Planung.

Genau solche Unterschiede sind im Tagesgeschäft interessant.

Webfleet zeigt in seinen aktuellen Reporting-Funktionen beispielsweise Tourdaten mit Fahr- und Standzeiten, Laufleistungen sowie optional Verbrauchsinformationen. Wartungsreports können fällige und überfällige Aufgaben gegenüberstellen. Beim Kraftstoffverbrauch lassen sich selbst definierte Schwellenwerte verwenden.

Das verdeutlicht gut, wohin sich moderne Fuhrparksoftware entwickelt.

Der Nutzer soll nicht jede einzelne Information selbst zusammensuchen müssen. Auffällige Entwicklungen müssen schneller sichtbar werden.

Eine Zahl braucht einen Verantwortlichen

Selbst die beste Warnung hilft wenig, wenn anschließend nicht geklärt ist, wer damit arbeitet.

Angenommen, ein System meldet eine fällige Wartungsaufgabe.

Wer prüft jetzt den Termin? Wer stimmt den Werkstattbesuch mit dem Fahrzeugeinsatz ab? Wann gilt die Sache intern als erledigt?

Solche Fragen klingen zunächst nach Prozessorganisation und nicht nach Datenstrategie.

Genau deshalb sind sie so wichtig.

Der Nutzen von Fahrzeugdaten endet nicht am Dashboard. Er entsteht erst dort, wo eine Information in einen betrieblichen Ablauf übergeht.

Das erklärt auch, warum zwei Unternehmen dieselbe technische Lösung einsetzen und trotzdem völlig unterschiedlich davon profitieren können.

Die Plattform kann identisch sein.

Der Umgang mit den Informationen ist es selten.

Fang nicht mit dem Dashboard an

Wer Daten besser nutzen möchte, muss nicht als Erstes ein neues Reporting bauen.

Einfacher ist der Blick auf die wiederkehrenden Entscheidungen im Fuhrpark.

Welche Informationen fehlen Dir regelmäßig, wenn ein Fahrzeug getauscht werden soll? Woran erkennst Du heute, dass ein Fahrzeug ungewöhnlich wenig genutzt wird? Wie früh bemerkst Du, dass sich Laufleistung oder Kosten anders entwickeln als geplant?

Von solchen Situationen aus lässt sich rückwärts arbeiten.

Zuerst steht die Entscheidung.

Danach wird festgelegt, welche Information dafür wirklich benötigt wird und wie aktuell sie sein muss. Anschließend braucht es einen klaren Umgang mit auffälligen Werten.

Damit bekommt ein vorhandener Datenbestand plötzlich einen konkreten Zweck.

Nicht jeder im Unternehmen braucht dieselbe Ansicht

Auch das wird mit zunehmender Datenmenge wichtiger.

Die Geschäftsführung interessiert sich möglicherweise für Kostenentwicklung und Auslastung. Ein Fuhrparkverantwortlicher benötigt deutlich mehr Details zum einzelnen Fahrzeug. In der Disposition stehen andere Informationen im Vordergrund.

Wenn alle dieselben umfangreichen Reports bekommen, erhält am Ende niemand genau das, was für die eigene Arbeit wichtig ist.

Moderne Systeme beginnen deshalb, den Zugang zu Daten zu vereinfachen.

Ein aktuelles Beispiel ist Webfleet Fleet Advisor. Statt sich durch verschiedene Dashboards zu arbeiten, können Nutzer Fragen an ihre Fuhrparkdaten in natürlicher Sprache stellen. Webfleet hat den KI-Assistenten zunächst in OptiDrive 360 integriert und verbindet ihn mit Fleet Insights.

Das ist weniger wegen des Begriffs „KI“ interessant.

Spannend ist die Veränderung dahinter.

Der Zugang zur Information wird einfacher. Ein Mitarbeiter muss nicht mehr zwingend wissen, in welchem Report sich eine bestimmte Auswertung befindet. Er kann stärker von der betrieblichen Frage ausgehen, die er beantworten möchte.

KI löst trotzdem kein ungeklärtes Fuhrparkproblem

Auch ein intelligenter Assistent kann nur mit dem arbeiten, was vorhanden und sinnvoll eingeordnet ist.

Wenn Fahrzeugzuordnungen nicht stimmen, Stammdaten ungepflegt sind oder niemand festgelegt hat, welche Abweichung wirklich relevant ist, wird aus einer schnelleren Auswertung noch keine bessere Entscheidung.

Deshalb wird Datenqualität mit zunehmender Automatisierung eher wichtiger.

Ein Fehler, den früher ein Mitarbeiter beim Blick auf eine Tabelle bemerkt hätte, kann sich andernfalls durch mehrere Auswertungen ziehen.

Der Fuhrpark braucht also weiterhin ein klares Verständnis seiner eigenen Abläufe.

KI kann den Weg zur Information verkürzen.

Was diese Information betrieblich bedeutet, muss zum Unternehmen passen.

Weniger Daten können im Alltag mehr bewirken

Das klingt zunächst widersprüchlich.

Moderne Fahrzeuge liefern immer mehr Informationen und gleichzeitig sollte der Fuhrpark lernen, einen Teil davon bewusst in den Hintergrund zu stellen.

Genau darin liegt die eigentliche Reife einer datenbasierten Fuhrparksteuerung.

Du brauchst nicht jedes verfügbare Signal auf dem Bildschirm.

Du brauchst die Informationen, die Dir rechtzeitig zeigen, dass sich etwas verändert.

Vielleicht ist das ein Fahrzeug, dessen Nutzung deutlich zurückgeht. Bei einem anderen fällt eine ungewöhnliche Kostenentwicklung auf. In einem weiteren Fall reicht ein rechtzeitiger Hinweis, damit ein betrieblicher Vorgang nicht erst dann auffällt, wenn er bereits zu spät ist.

comuniverse unterstützt dabei, Fahrzeuginformationen so zu organisieren, dass aus einem wachsenden Datenbestand ein verständlicher Arbeitsstand für den Fuhrpark entsteht.

Denn die nächste Entwicklungsstufe im Flottenmanagement besteht wahrscheinlich nicht darin, noch mehr Daten zu sammeln.

Der größere Unterschied entsteht dort, wo der Fuhrpark endlich konsequent mit den Informationen arbeitet, die längst vorhanden sind.