Mit KI erstellt

Liebe Leserinnen und Leser,

der Fuhrparkleiter öffnet seine monatliche Fahrzeugübersicht.

Ein Transporter fällt auf. Er wurde im vergangenen Monat nur an vier Tagen eingesetzt. Keine größeren Reparaturen, keine besonderen Auffälligkeiten und auch beim Kraftstoffverbrauch gibt es nichts zu beanstanden.

Eigentlich ein vollkommen unproblematisches Fahrzeug.

Auf der Kostenseite sieht die Sache anders aus.

Leasingrate, Versicherung und weitere laufende Ausgaben fallen weiterhin an. Dazu kommt die regelmäßige Verwaltung des Fahrzeugs. Obwohl der Transporter nur gelegentlich benötigt wird, bleibt er ein fester Bestandteil des Fuhrparks.

Vielleicht wurde er vor einigen Jahren für einen zusätzlichen Auftrag angeschafft. Möglicherweise gehörte er zu einer Abteilung, deren Aufgaben sich inzwischen verändert haben.

Damals gab es einen guten Grund für das Fahrzeug.

Ob dieser Grund heute noch besteht, hat allerdings schon länger niemand geprüft.

Solche Situationen können in gewachsenen Fuhrparks entstehen, ohne dass im Tagesgeschäft ein offensichtliches Problem sichtbar wird.

Die Fahrzeuge stehen bereit, die Mitarbeiter können ihre Aufgaben erledigen und solange kein Engpass entsteht, scheint der Bestand zu passen.

Wirtschaftlich betrachtet lohnt sich trotzdem eine Frage:

Wie viele Fahrzeuge braucht Dein Unternehmen tatsächlich, um seinen täglichen Betrieb zuverlässig abzudecken?

Ein Fahrzeug verursacht Kosten, auch wenn niemand damit fährt

Bei der Wirtschaftlichkeit eines Fuhrparks richtet sich die Aufmerksamkeit häufig auf die unmittelbar sichtbaren Ausgaben.

Kraftstoff, Werkstattrechnungen und Reifenersatz lassen sich einzelnen Fahrzeugen relativ einfach zuordnen. Je mehr ein Fahrzeug genutzt wird, desto stärker fallen bestimmte Kosten normalerweise ins Gewicht.

Ein wesentlicher Teil der Fahrzeugkosten entsteht jedoch unabhängig von der tatsächlichen Fahrleistung.

Dazu gehören je nach Finanzierungs- und Nutzungsmodell unter anderem Versicherungsbeiträge, Leasing- oder Finanzierungskosten, Kfz-Steuer und Stellplatzkosten. Bei gekauften Fahrzeugen muss außerdem die wirtschaftliche Wertentwicklung berücksichtigt werden.

Der ADAC unterscheidet bei seinen Fahrzeugkostenberechnungen ausdrücklich zwischen Wertverlust, Fixkosten, Betriebskosten und Werkstattkosten.

Diese Unterscheidung ist für den Fuhrpark besonders interessant.

Ein Fahrzeug, das nur gelegentlich eingesetzt wird, verursacht möglicherweise geringe Kraftstoffkosten. Gleichzeitig laufen zahlreiche andere Kostenpositionen weiter.

Für die Bewertung reicht es deshalb nicht aus, lediglich die monatlichen Tankrechnungen oder die gefahrenen Kilometer zu betrachten.

Der Fuhrpark muss wissen, welche Kosten durch die bloße Bereitstellung des Fahrzeugs entstehen.

Die tatsächliche Fahrzeugnutzung verdient mehr Aufmerksamkeit

Wie relevant dieses Thema inzwischen ist, zeigen auch aktuelle Branchendaten.

Im State of Commercial Transportation Report 2026 hat Geotab unter anderem die Auslastung vernetzter gewerblicher Fahrzeuge untersucht.

Für das Jahr 2025 ergab die Auswertung im untersuchten Datenbestand durchschnittlich 186 aktive Nutzungstage pro Fahrzeug und eine tägliche Nutzungsdauer von 3,36 Stunden.

Dabei definiert Geotab einen aktiven Tag als Kalendertag, an dem das Fahrzeug gefahren wurde oder der Motor im Leerlauf lief.

Die Werte stammen aus dem internationalen Geotab-Datenbestand, dessen Schwerpunkt laut Methodik in Nordamerika liegt. Sie stellen deshalb keinen repräsentativen Durchschnitt sämtlicher deutscher Unternehmensflotten dar.

Trotzdem verdeutlichen sie ein relevantes wirtschaftliches Thema.

Zwischen der Verfügbarkeit eines Fahrzeugs und seiner tatsächlichen Nutzung kann ein erheblicher Unterschied liegen.

Für den einzelnen Fuhrpark ist dabei weniger der Vergleich mit einem allgemeinen Durchschnitt entscheidend.

Interessanter ist, wie gut der vorhandene Fahrzeugbestand zum tatsächlichen Bedarf des eigenen Unternehmens passt.

Eine geringe Laufleistung bedeutet noch nicht, dass ein Fahrzeug überflüssig ist

Bei der Auswertung beginnt häufig der erste Denkfehler.

Ein Transporter mit wenigen Kilometern wird als schlecht ausgelastet betrachtet. Ein anderes Fahrzeug mit hoher Laufleistung erscheint automatisch wirtschaftlicher.

Für sich allein erlaubt dieser Vergleich keine zuverlässige Entscheidung.

Ein Servicefahrzeug kann den ganzen Tag bei einem Kunden stehen, während Mitarbeiter vor Ort ihre Arbeit erledigen. Die gefahrene Strecke bleibt gering, obwohl das Fahrzeug für diesen Auftrag vollständig benötigt wird.

Ähnliches gilt für Spezialfahrzeuge, die nur bei bestimmten Arbeiten eingesetzt werden.

Ein Fahrzeug mit einer besonderen Ausstattung lässt sich möglicherweise nicht durch einen gewöhnlichen Transporter ersetzen. Selbst wenn es nur wenige Einsätze im Monat gibt, kann seine Bereitstellung betrieblich sinnvoll sein.

Deshalb sollte bei der Auslastungsprüfung immer berücksichtigt werden, welche Aufgabe ein Fahrzeug tatsächlich erfüllt.

Die reine Kilometerleistung liefert dafür lediglich einen Teil der notwendigen Informationen.

Drei Kennzahlen helfen, die Auslastung besser zu verstehen

Für eine aussagekräftige Betrachtung lohnt es sich, unterschiedliche Nutzungsinformationen miteinander zu verbinden.

1. Nutzungstage

An wie vielen Tagen wurde das Fahrzeug innerhalb eines bestimmten Zeitraums tatsächlich benötigt und eingesetzt?

Diese Information kann bereits zeigen, welche Fahrzeuge regelmäßig genutzt werden und welche nur gelegentlich unterwegs sind.

Dabei sollte festgelegt werden, was im eigenen Unternehmen als Nutzung gilt.

Ein kurzer Fahrtweg zum Umparken ist schließlich nicht mit einem vollständigen Arbeitseinsatz gleichzusetzen.

2. Einsatzdauer

Wie lange wird das Fahrzeug für eine betriebliche Aufgabe benötigt?

Die reine Fahrzeit reicht hierfür nicht immer aus. Ein Transporter kann während eines Kundenauftrags mehrere Stunden gebunden sein, obwohl er nur wenige Kilometer zurücklegt.

Für eine betriebliche Auslastungskennzahl kann es deshalb sinnvoll sein, auch die dokumentierte Einsatzzeit zu berücksichtigen.

Wichtig ist, dass diese Zeit tatsächlich zum jeweiligen Arbeitsablauf passt und nicht einfach mit der Motorlaufzeit gleichgesetzt wird.

3. Tatsächlicher Einsatzzweck

Welche Aufgabe erfüllt das Fahrzeug und könnte sie unter den vorhandenen Bedingungen auch von einem anderen Fahrzeug übernommen werden?

Erst mit dieser Information wird aus einer Nutzungsstatistik eine Grundlage für die Bestandsplanung.

Ein gewöhnlicher Transporter kann möglicherweise flexibel zwischen mehreren Abteilungen eingesetzt werden.

Bei einem speziell ausgebauten Servicefahrzeug sieht die Situation anders aus.

Deshalb sollten Fahrzeuge mit vergleichbaren Aufgaben miteinander betrachtet werden, bevor aus ihren Auslastungswerten Entscheidungen abgeleitet werden.

Was ein wenig genutztes Fahrzeug tatsächlich kosten kann

Ein vereinfachtes Rechenbeispiel macht die wirtschaftliche Bedeutung sichtbar.

Angenommen, ein Transporter verursacht monatlich insgesamt 720 Euro an festen Bereitstellungskosten.

Darin enthalten sind in diesem fiktiven Beispiel die laufenden Finanzierungs- beziehungsweise Leasingkosten sowie weitere regelmäßig anfallende Kostenpositionen.

Das Fahrzeug wird durchschnittlich an vier Tagen im Monat für betriebliche Aufgaben eingesetzt.

Damit ergibt sich folgende Rechnung:

720 Euro monatliche Fixkosten ÷ 4 Einsatztage = 180 Euro Fixkosten je Einsatztag.

Auf ein Jahr gerechnet entsprechen die monatlichen Fixkosten insgesamt 8.640 Euro.

Hinzu kommen gegebenenfalls noch fahrleistungsabhängige Kosten und weitere individuelle Aufwendungen.

Diese Zahlen sind ein ausdrücklich fiktives Berechnungsbeispiel und keine Aussage über durchschnittliche Transporterkosten oder mögliche Einsparungen bei comuniverse-Kunden.

Entscheidend ist die wirtschaftliche Interpretation.

Die jährlichen 8.640 Euro lassen sich nicht automatisch vollständig einsparen, wenn das Fahrzeug abgegeben wird.

Bei einem laufenden Leasingvertrag können beispielsweise weiterhin Verpflichtungen bestehen. Bei einem gekauften Fahrzeug müssen der mögliche Verkaufserlös und die weitere Wertentwicklung berücksichtigt werden.

Außerdem müsste geprüft werden, welche Kosten entstehen, wenn die bisherigen Einsätze künftig anders abgedeckt werden.

Trotzdem liefert die Rechnung einen wichtigen Anhaltspunkt.

Wenn ein Fahrzeug nur selten gebraucht wird, sollte bekannt sein, warum seine dauerhafte Bereitstellung wirtschaftlich sinnvoll ist.

Der durchschnittliche Fahrzeugbedarf reicht für die Planung nicht aus

Angenommen, ein Unternehmen besitzt fünfzehn Transporter.

An den meisten Arbeitstagen werden davon nur zwölf gleichzeitig benötigt.

Auf den ersten Blick könnte das bedeuten, dass drei Fahrzeuge überzählig sind.

Die tatsächliche Einsatzplanung kann jedoch anders aussehen.

Vielleicht werden einmal pro Woche alle fünfzehn Fahrzeuge gleichzeitig gebraucht. Möglicherweise steigen die Anforderungen zu bestimmten Jahreszeiten oder bei größeren Kundenprojekten.

Würde der Fuhrpark seine Kapazität ausschließlich anhand des durchschnittlichen Bedarfs reduzieren, könnten genau an diesen Tagen Engpässe entstehen.

Deshalb ist neben der durchschnittlichen Nutzung auch der zeitgleiche Fahrzeugbedarf entscheidend.

Der Fuhrpark sollte erkennen können, wie viele Fahrzeuge an normalen Tagen benötigt werden und wann die tatsächlichen Bedarfsspitzen auftreten.

Erst daraus lässt sich ableiten, welche Reserve sinnvoll ist.

Reservefahrzeuge erfüllen einen wirtschaftlichen Zweck

Ein Fahrzeug muss nicht täglich unterwegs sein, um für ein Unternehmen wertvoll zu sein.

Das gilt besonders dort, wo kurzfristige Ausfälle größere Auswirkungen auf den laufenden Betrieb haben können.

Wenn ein Transporter unerwartet in die Werkstatt muss, kann ein verfügbares Ersatzfahrzeug helfen, geplante Kundenaufträge weiterhin durchzuführen.

Die Frage lautet deshalb nicht, ob ein Reservefahrzeug ausreichend viele Kilometer sammelt.

Interessanter ist, welche Aufgabe es erfüllt und welche betrieblichen Folgen entstehen könnten, wenn diese Kapazität nicht vorhanden wäre.

Dafür lohnt sich eine Betrachtung der tatsächlichen Ausfälle und Vertretungsfälle aus der Vergangenheit.

Wie häufig wurde ein Reservefahrzeug wirklich benötigt? Gab es Situationen, in denen mehrere Fahrzeuge gleichzeitig ausgefallen sind? Welche Möglichkeiten bestehen, kurzfristig Ersatz zu organisieren?

Wenn sich daraus ein klarer Bedarf ergibt, kann die geringe Laufleistung vollkommen nachvollziehbar sein.

Fehlt dagegen jede dokumentierte Nutzung und gibt es alternative Möglichkeiten, sollte die dauerhafte Bereitstellung genauer betrachtet werden.

Nicht jeder Standort braucht zwingend seine eigene Reserve

Bei Unternehmen mit mehreren Niederlassungen kann die Fahrzeugverteilung zusätzliche Möglichkeiten eröffnen.

Vielleicht stehen an einem Standort regelmäßig mehrere Transporter ungenutzt, während in einer anderen Niederlassung gelegentlich Fahrzeuge fehlen.

Das bedeutet nicht automatisch, dass sich jeder Engpass durch eine Umverteilung lösen lässt.

Entfernungen, Einsatzgebiete und die Verfügbarkeit der Fahrzeuge müssen berücksichtigt werden.

Trotzdem lohnt sich ein Vergleich.

Wenn mehrere Standorte dieselben Fahrzeugtypen verwenden, könnte eine standortübergreifende Planung unter bestimmten Bedingungen sinnvoll sein.

Dafür muss erkennbar sein, welche Fahrzeuge zu welchem Zeitpunkt benötigt werden.

Gerade hier kann eine gemeinsame Informationsgrundlage helfen, weil nicht jede Abteilung ausschließlich ihren eigenen Bestand betrachtet.

Was passiert, wenn ein Fahrzeug hauptsächlich aus Gewohnheit vorhanden ist?

In gewachsenen Unternehmen entwickeln sich Fahrzeugbestände häufig gemeinsam mit den einzelnen Abteilungen.

Ein Team erhält einen zusätzlichen Transporter, weil die Auftragslage steigt. Später verändert sich die Arbeit und das Fahrzeug wird seltener benötigt.

Trotzdem bleibt es möglicherweise dauerhaft zugeordnet.

Aus Sicht der Abteilung ist das zunächst angenehm. Ein Fahrzeug steht jederzeit bereit, falls es gebraucht wird.

Für die Gesamtorganisation kann dadurch aber ein Bestand entstehen, dessen tatsächliche Kapazität deutlich über dem regelmäßig benötigten Bedarf liegt.

Deshalb sollten Fahrzeugzuordnungen gelegentlich überprüft werden.

Es geht dabei nicht darum, einzelne Teams unter Rechtfertigungsdruck zu setzen.

Viel sinnvoller ist die gemeinsame Frage, ob die bisherige Fahrzeugverteilung noch zu den aktuellen Aufgaben passt.

Wenn die Anforderungen sich verändert haben, darf sich auch der Bestand verändern.

Ein Fahrzeug weniger kann auch zusätzliche Kosten verursachen

Die Entscheidung über eine mögliche Bestandsreduzierung sollte immer vollständig betrachtet werden.

Ein Transporter wird verkauft und die bisherigen Einsätze sollen künftig von anderen Fahrzeugen übernommen werden.

Das kann wirtschaftlich sinnvoll sein.

Es kann allerdings auch dazu führen, dass häufiger kurzfristige Mietfahrzeuge benötigt werden oder die verbleibenden Fahrzeuge zusätzliche Wege zurücklegen müssen.

Vielleicht steigen dadurch der organisatorische Aufwand und bestimmte Betriebskosten.

Deshalb ist es wichtig, zwischen den gesamten bisherigen Fahrzeugkosten und den tatsächlich vermeidbaren Kosten zu unterscheiden.

Der Fuhrpark sollte nicht allein berechnen, wie teuer ein Fahrzeug bisher war.

Er muss zusätzlich prüfen, welche Kosten nach einer Abgabe entfallen würden und welche neuen Aufwendungen für die verbleibenden Aufgaben entstehen.

Erst diese Gegenüberstellung ermöglicht eine belastbare Entscheidung.

Vier Möglichkeiten, wenn ein Fahrzeug dauerhaft wenig genutzt wird

Wird eine geringe Auslastung festgestellt, stehen grundsätzlich mehrere Wege zur Verfügung.

1. Das Fahrzeug anders zuordnen

Vielleicht benötigt eine andere Abteilung häufiger ein Fahrzeug mit vergleichbarer Ausstattung.

Eine veränderte Zuordnung kann dazu beitragen, vorhandene Kapazitäten besser zu nutzen, ohne den Bestand sofort reduzieren zu müssen.

2. Ein gemeinsam nutzbares Fahrzeug einführen

Statt mehrere Fahrzeuge fest einzelnen Teams zuzuordnen, kann für geeignete Einsätze ein gemeinsam organisierter Fahrzeugpool sinnvoll sein.

Voraussetzung ist, dass Verfügbarkeit, Reservierung und tatsächlicher Bedarf aufeinander abgestimmt werden.

3. Gelegentliche Einsätze anders abdecken

Wenn ein Fahrzeug ausschließlich für seltene Aufgaben benötigt wird, können unter bestimmten Voraussetzungen kurzfristige Mietfahrzeuge oder andere Mobilitätslösungen eine Alternative sein.

Dabei müssen Verfügbarkeit, Anforderungen und Gesamtkosten berücksichtigt werden.

4. Das Fahrzeug aus dem Bestand nehmen

Wenn sich dauerhaft kein ausreichender betrieblicher Bedarf mehr ergibt und die verbleibenden Aufgaben anderweitig sinnvoll abgedeckt werden können, kann eine Abgabe wirtschaftlich sinnvoll sein.

Bei Leasingfahrzeugen müssen zunächst die vertraglichen Möglichkeiten geprüft werden. Bei gekauften Fahrzeugen spielen unter anderem der erzielbare Verkaufspreis und die zukünftigen Kosten eine Rolle.

Welche Entscheidung passt, lässt sich nur anhand des konkreten Fuhrparks beurteilen.

Fahrzeugauslastung sollte nicht erst bei der nächsten Neuanschaffung geprüft werden

Ein besonders günstiger Zeitpunkt für eine Bestandsprüfung entsteht, wenn Fahrzeuge ohnehin ersetzt werden sollen.

Vielleicht endet demnächst ein Leasingvertrag oder ein älterer Transporter soll durch ein neues Modell abgelöst werden.

Dann lohnt sich vor der Neubestellung die Frage, ob die bisherige Fahrzeugkapazität tatsächlich weiterhin gebraucht wird.

Wenn sich die Aufgaben inzwischen verändert haben, kann möglicherweise eine andere Fahrzeugklasse sinnvoller sein.

Vielleicht lässt sich der Bedarf bereits mit dem vorhandenen Bestand abdecken.

Damit wird aus einer routinemäßigen Ersatzbeschaffung eine bewusste Entscheidung über die zukünftige Zusammensetzung des Fuhrparks.

Das bedeutet nicht, dass möglichst wenige Fahrzeuge das Ziel sein sollten.

Der Bestand muss zu den tatsächlichen Anforderungen passen und gleichzeitig genügend Spielraum für den täglichen Betrieb lassen.

Wie Du eine Auslastungsprüfung praktisch organisieren kannst

Für den Einstieg brauchst Du keine umfassende Umstrukturierung.

Sinnvoll ist zunächst eine begrenzte Untersuchung des bestehenden Fahrzeugbestands über einen ausreichend aussagekräftigen Zeitraum.

Als praktischen Ausgangspunkt kannst Du beispielsweise die vergangenen drei Monate betrachten, sofern diese den normalen Betrieb angemessen abbilden. Bei stark saisonalen Unternehmen müssen zusätzlich die entsprechenden Hoch- und Nebensaisonzeiten berücksichtigt werden.

Schritt 1: Fahrzeuge nach Einsatzzweck gruppieren

Unterscheide beispielsweise zwischen Transportern für regelmäßige Touren, Servicefahrzeugen, Spezialfahrzeugen und bewusst vorgehaltenen Reserven.

Damit vermeidest Du Vergleiche zwischen Fahrzeugen mit völlig unterschiedlichen Aufgaben.

Schritt 2: Tatsächliche Nutzung prüfen

Betrachte Nutzungstage, Einsatzdauer und gefahrene Kilometer. Achte außerdem darauf, ob Fahrzeuge wegen Wartung, Reparatur oder anderen Gründen nicht verfügbar waren.

Ein Fahrzeug, das nicht genutzt werden konnte, ist nicht automatisch ein überflüssiges Fahrzeug.

Schritt 3: Bedarfsspitzen berücksichtigen

Prüfe, wie viele Fahrzeuge an besonders ausgelasteten Tagen gleichzeitig benötigt wurden.

Diese Betrachtung ist wichtig, damit eine mögliche Bestandsanpassung den späteren Betrieb nicht unnötig einschränkt.

Schritt 4: Kosten den Fahrzeugen zuordnen

Neben den laufenden Bereitstellungskosten sollten auch relevante Betriebs- und Werkstattkosten nachvollziehbar sein.

Bei einer möglichen Abgabe müssen anschließend die tatsächlich vermeidbaren Kosten ermittelt werden.

Schritt 5: Auffällige Fahrzeuge einzeln bewerten

Eine geringe Auslastung ist zunächst ein Hinweis und noch keine Entscheidung.

Kläre mit den zuständigen Mitarbeitern, wofür das Fahrzeug benötigt wird und welche Alternativen zur Verfügung stehen.

Erst danach wird entschieden, ob die Zuordnung bestehen bleibt, verändert wird oder eine Abgabe sinnvoll erscheint.

Was moderne Flottenmanagementsysteme dazu beitragen können

Für eine solche Auswertung müssen nicht sämtliche Informationen manuell aus Fahrtenbüchern und unterschiedlichen Tabellen zusammengetragen werden.

Je nach eingesetzter Flottenmanagementlösung lassen sich Fahrzeugnutzung, Kilometerstände, Fahrzeiten oder Aufenthalte digital auswerten.

Wie weit diese Möglichkeiten inzwischen gehen, zeigt beispielsweise Geotab.

Das Unternehmen hat 2026 seine Funktion zur Auswertung der Fahrzeugauslastung erweitert. Innerhalb der Plattform lassen sich unter anderem Nutzungstage, Nutzungsstunden und gefahrene Strecken betrachten sowie Entwicklungen zwischen unterschiedlichen Fahrzeuggruppen vergleichen.

Für den Fuhrpark ist dabei weniger die einzelne Softwarefunktion entscheidend.

Wichtig ist, dass relevante Informationen in einer Form verfügbar sind, die eine sachliche Bewertung ermöglicht.

comuniverse bietet individuelle Beratung und Lösungen rund um das Flottenmanagement mit Webfleet an. Dabei stehen die Analyse bestehender Abläufe und die Auswahl geeigneter Telematiklösungen im Mittelpunkt.

Wer seinen Fahrzeugbestand wirtschaftlicher organisieren möchte, braucht zunächst Klarheit über die tatsächliche Nutzung und den betrieblichen Bedarf.

Eine geeignete Datenbasis kann helfen, diesen Zusammenhang sichtbar zu machen.

Welche Auswertungen mit der konkret eingesetzten Lösung möglich sind, muss jeweils anhand des vorhandenen Systems geprüft werden.

Der Fuhrpark verändert sich, auch wenn keine neuen Fahrzeuge dazukommen

Unternehmen entwickeln sich weiter.

Neue Kunden verändern die Tourenplanung, Mitarbeiter wechseln die Abteilung und einzelne Geschäftsbereiche benötigen plötzlich andere Fahrzeugtypen als zuvor.

Dadurch kann sich auch der tatsächliche Fahrzeugbedarf verschieben.

Ein Transporter, der vor zwei Jahren regelmäßig gebraucht wurde, übernimmt heute vielleicht nur noch einzelne Einsätze.

Ein anderes Fahrzeug wird dagegen stärker beansprucht, weil sich sein Einsatzgebiet verändert hat.

Wenn solche Entwicklungen im Fuhrpark nicht regelmäßig überprüft werden, kann der Bestand mit der Zeit immer weniger zur tatsächlichen betrieblichen Nutzung passen.

Deshalb sollte die Auslastungsprüfung keine einmalige Maßnahme bleiben.

Eine regelmäßige Betrachtung macht Veränderungen früher sichtbar und ermöglicht es, bestehende Zuordnungen oder geplante Neuanschaffungen rechtzeitig zu hinterfragen.

Wann wird Fahrzeugbestand tatsächlich zum Ballast?

Eine pauschale Kilometergrenze oder Auslastungsquote kann diese Frage nicht zuverlässig beantworten.

Dafür sind die Aufgaben und Anforderungen einzelner Fuhrparks zu unterschiedlich.

Ein kaum genutztes Spezialfahrzeug kann für bestimmte Einsätze unverzichtbar sein. Ein anderer Transporter wird möglicherweise aus Gewohnheit vorgehalten, obwohl seine bisherigen Aufgaben längst von anderen Fahrzeugen übernommen wurden.

Deshalb sollte bei jedem Fahrzeug klar sein, welchen betrieblichen Zweck es erfüllt.

Wenn ein Fahrzeug dauerhaft nur selten gebraucht wird, keine notwendige Reservefunktion besitzt und seine Einsätze wirtschaftlich sinnvoll durch andere Kapazitäten abgedeckt werden können, besteht zumindest Anlass, die weitere Bereitstellung zu hinterfragen.

Genau bei solchen Entscheidungen zeigt sich der Nutzen einer transparenten Fuhrparkorganisation.

comuniverse unterstützt Unternehmen dabei, ihre individuellen Anforderungen und vorhandenen Flottenmanagementprozesse zu analysieren und passende Telematiklösungen für ihren Betrieb zu finden.

Denn die Wirtschaftlichkeit eines Fuhrparks hängt nicht allein davon ab, wie sparsam seine Fahrzeuge unterwegs sind.

Auch die Größe und Zusammensetzung des Bestands müssen zum tatsächlichen Bedarf passen.

Vielleicht lohnt es sich deshalb, vor der nächsten Fahrzeugbestellung zuerst zu prüfen, welche Transporter Du bereits hast und wie oft Du sie tatsächlich brauchst.

Weitere Informationen zur individuellen Fuhrparkanalyse findest Du bei comuniverse.